Lehrstuhl für Gründungs- und Innovationsmanagement

Sommersemester

Innovationsmanagement: Prozesse und Methoden

Inhalte des Moduls

  • Initiative zur Innovation
  • Problemdefinition und Zielbildung im Innovationsprozess
  • Generierung innovativer Alternativen
  • Steuerung von Innovationsprozessen
  • Evaluierung von Innovationsprozessen

 

Zu vermittelnde Kompetenzen

Erwerb eines Innovationsbewusstseins, interdisziplinäres Denken

Lernziele

Nachhaltiges und profitables Wachstum setzt in vielen Branchen kontinuierliche Innovation voraus. Die Übernahme, Entwicklung und/oder Vermarktung von Innovationen führt jedoch in Unternehmen zu einem fundamentalen Problemfeld. Es folgt aus der Änderungskraft innovativer Vorhaben für die Bereiche der Leistungserstellung und -verwertung eines Unternehmens. Wie aber soll ein unternehmensweiter Innovationsprozess initiiert, gestaltet und in Gang gehalten werden? Wie lässt sich der Wandlungs- und Lernbedarf eines Unternehmens im Vorfeld eines innovativen Vorhabens weitgehend zuverlässig bestimmen? Für diese und andere wichtigen Fragen zum Themenfeld "Innovation" möchte die Vorlesung ein grundlegendes Verständnis vermitteln.

Literatur

  • Brockhoff, Klaus (1995): Management von Innovationen, Wiesbaden, Gabler.
  • Burgelmann, R.A., Maidique, M.A., Wheelwright, S.C. (1996): Strategic Management of Technology and Innovation, Chicago, Irwin.
  • Hauschildt, Jürgen (2004): Innovationsmanagement, 3. Auflg., München, Vahlen

Entrepreneurship

Inhalte des Moduls

Verkürzte Technologie- und Produktlebenszyklen gehen einher mit einer Verschärfung des Wettbewerbs. Im Ergebnis steht eine Umwelt, die von zunehmender Dynamik und Komplexität geprägt ist. Diese Entwicklungen erfordern eine unternehmerische Denkweise und gründliche Planung von Geschäftskonzepten. Vor diesem Hintergrund ist es Ziel der Vorlesung, Denkansätze und Methoden der Umweltanalyse, der Identifikation und Bewertung von Märkten und der Entwicklung und Umsetzung eines Geschäftsmodells zu vermitteln. Auf Grundlage internationaler Forschungsstudien werden wissenschaftliche Zusammenhänge aufgezeigt, die über die theoretischen Grundlagen in Lehrbüchern hinausgehen. Anhand von aktuellen Fallbeispielen der Start-up Szene, wie z.B. die von CAU-Studenten/-innen gegründeten Start-ups Light Instruments, Rankwerk, Solvoluta, Sonoware u.a., werden wissenschaftliche Konzepte diskutiert. Zudem werden die theoretisch erworbenen Kompetenzen in innovativen Anwendungsprojekten praktisch trainiert und vertieft. Die Studierenden schlüpfen in die Rolle von Unternehmern/-innen und sammeln Erfahrungen in der Anwendung ihrer theoretischen Kenntnisse. Eine gemeinsame kritische Reflektion wissenschaftlicher Studien sowie eine differenzierte Bewertung unternehmerischer Entscheidungen spielen hierbei eine wichtige Rolle.

  • Unternehmerische Chancen
  • Nachhaltige Wettbewerbsvorteile
  • Business Plan
  • Kundenorientiertes Leistungsversprechen
  • Umwelt- und Netzwerkanalyse
  • Markteintritts- und Marketingstrategien
  • Unternehmensleitung und -organisation
  • Investorensuche und langfristig profitables Wachstum

 

Zu vermittelnde Kompetenzen

  • Erwerb von Methodenkompetenz
  • Identifikation und Bewertung von Geschäftschancen
  • Befähigung zur Entwicklung von Geschäftsmodellen

 

Literatur

Die Pflichtliteratur umfasst international publizierte wissenschaftliche Studien, Buchkapitelauszüge und Fallbeispiele. Über die relevante Literatur wird in der Vorlesung und im Olat informiert.

 

Lehrmethoden

Dieses Modul geht über einen Lehrbuch-Unterricht hinaus und bietet eine anwendungsorientierte sowie interaktive Vertiefung wissenschaftlicher Forschungsstudien im Bereich des Entrepreneurship. Folgende Methoden fördern das Verständnis für wissenschaftliche Erkenntnisse und Zusammenhänge:

  • Inhalte der Vorlesungen und Übungen
  • Entrepreneurship-Literatur
  • Fallbeispiele von Entrepreneuren und Start-ups
  • Fragengeleitete Analyse der Entrepreneurship-Literatur
  • Selbständige Entwicklung der Bausteine eines Business Plans im Team. Hierbei finden die Erkenntnisse aus der Entrepreneurship-Literatur praktische Anwendung
  • Gemeinsame Diskussionen und Reflektionen
  • Abschlusspräsentation in Form eines „Pitch“. Die Studierenden lernen unternehmerische Entscheidungen zu treffen und zu bewerten.

 

Prüfungsleistungen

Die Prüfungsleistung für dieses Modul ist eine schriftliche Klausur (max. 60 Punkte). Die Klausur bezieht sich auf die Vorlesungen, Übungen, relevante Literatur sowie die Inhalte, die anhand von Fallbeispielen und Anwendungsprojekten vertieft worden sind.

Proseminar: Unternehmensplanspiel

Wichtiger Hinweis: Teilnahmevoraussetzung und Vergabe der Seminarplätze
Das Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende im Bachelor-Studiengang BWL ab dem 4. Semester. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 25 Personen. Die Anmeldung ist ab sofort online auf der OLAT-Plattform möglich. Die Anmeldung verpflichtet zur Teilnahme am Seminar. Anmeldeschluss ist Freitag, der 14. April 2017. Spätere Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden.

 

Inhalt

Anhand eines computergestützten Planspiels bzw. anhand von Businessplan-Fallstudien sollen folgende Themen behandelt werden:

  1. Grundlagen der Unternehmensführung
  2. Grundlagen des Businessplans
  3. Strategische Entscheidungen bei unvollständigen Informationen
  4. Vernetztes Denken

Den Studierenden soll die komplexe Entscheidungsfindung im Prozess einer Unternehmensgründung und -entwicklung aufgezeigt werden. Damit soll bei den Studierenden ein Problembewusstsein für die Notwendigkeit einer strategischen Herangehensweise an die auftretenden Problemstellungen geschaffen werden und die Fähigkeit zur Abwägung der verschiedenen Handlungsoptionen durch die Studierenden gefördert werden.

Literatur

  • Bower, J.L.; Christensen, C.M., 1995. Disruptive Technologies: Catching the Wave. Harvard Business Review, S. 43-53.
  • Griffin, A.; J. R. Hauser 1996: Integrating R&D and marketing: A review and analysis of the literature. Journal of Product Innovation Management 13 (3): 191–215.
  • Macharzina, K., Wolf, J., 2005. Unternehmensführung. 4. Aufl., Wiesbaden: Gabler Verlag.
  • Porter, M.E., 2008. The Five Competitive Forces That Shape Strategy. Harvard Business Review, S. 78-93.
  • Porter, M.E., 2008. Wettbewerbsstrategie: Methoden zur Analyse von Branchen und Konkurrenten 11. Aufl., Frankfurt: Campus Verlag.
  • Song, X. M.; Neeley; S. M.; Zhao; Y., 1996: Managing R&D-marketing integration in the new product development process. Industrial Marketing Management, Volume 25 (6), S. 545-553.
  • Song, X. M.; Montoya-Weiss, M. M.; Schmidt, Jeffrey B., 1997: Antecedents and Consequences of Cross-Functional Cooperation: A Comparison of R&D, Manufacturing, and Marketing Perspectives. Journal of Product Innovation Management, Vol. 14 (1), S. 35–47.
  • Welge, M.K.; Al-Laham, A., 2008. Strategisches Management. 5. Aufl., Wiesbaden: Gabler Verlag.

Forschungsseminar im Sommersemester

Seminar:
Business Development in der Softwarebranche – Erschließung neuer Geschäftsbereiche am
Beispiel eines Softwareunternehmens (030182)
am Lehrstuhl für Gründungs- und Innovationsmanagement
(SoSe 2019, 5 Credits)


Zielsetzung des Seminars
Das Seminar findet in Zusammenarbeit mit einem Softwareunternehmen im Raum Kiel statt. Ziel des Seminars ist es, aus spezifischen Marktanforderungen sowie Stärken und Schwächen des Unternehmens eine fundierte Planungsgrundlage für die Erschließung eines neuen Geschäftsfeldes abzuleiten. Dazu sollen aus Perspektive des Softwareunternehmens zunächst potentielle Märkte identifiziert, beschrieben und strategisch bewertet werden. Anhand von Sekundärdaten und konkreten User Stories sollen Realisierungsszenarien erarbeitet und nach Möglichkeit anhand spezifischer Kennzahlen validiert werden.
Das kooperierende Softwareunternehmen verfügt über alle für Digitalisierungsprojekte wichtigen Technologien, welche für die Entwicklung von komplexen Geräten/Apparaten beherrscht werden müssen. Für das Unternehmen ist es naheliegend, mit seinen einzigartigen Fähigkeiten neue Märkte zu erschließen, die über reine Softwareanwendungen für Geräte/Aparate hinaus gehen.

Beispiele für neue Geschäftsfelder sind:
• Moderierung/Steuerung/Optimierung von Fertigungsprozessen
• Dokumentation von Produktionsprozessen (Track&Trace, Produktrückverfolgbarkeit)
• Gesundheitsdienste via „Netz und APP“
• Automatisierte Versorgungsketten (Maschine bestellt bei Maschine, Bezahlung via Blockchain)
• ...u.v.m.

Im Rahmen des Fallstudienseminars werden Sie neue Geschäftsfelder identifizieren und anhand folgender Leitfragen analysieren:
• Welches Problem soll gelöst werden? Wessen Problem ist es?
• Was ist eine mögliche Problemlösung wert? Wer bezahlt für den Nutzen und wie viel?
• Womit wird bezahlt? (Geld, Informationen, Werbung, Eigenleistung des Kunden …)
• Wann wird bezahlt? (Kauf, Miete, Profit Sharing…)
• Welche Stakeholder müssen überzeugt werden? Mit welchen Mitteln kann das gelingen?
• Welche „Sprache“/ welche Vokabeln bestimmen im Umfeld den Vertriebserfolg?
• Welche regulatorischen Rahmenbedingungen gelten?
• Wie könnten tragfähige Geschäftsmodelle aussehen?

 

Hintergrund:

  • Die zunehmende Vernetzung zwischen Maschinen, internetfähigen Endgeräten und cloudbasierten Services ermöglicht neuartige digitalisierte Wertschöpfungsprozesse in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen, wie z.B. Einkauf, Fertigung, Verwaltung, Monitoring und Wissensmanagement
  • Die wichtigsten Schlüsselkompetenzen zur erfolgreichen Umsetzung sind erstens die Fähigkeit einer angemessen Prozessbeschreibung im Kontext der vorgesehenen Nutzer (Prozess- und UX-Design) sowie zweitens die Fähigkeit diese Konzepte in moderne intuitive Softwaresysteme umzusetzen.
  • Beide Kernkompetenzen sind für ein Unternehmen, welches Software im Kontext des End-Users (User-Interface etc.) für Geräte, Maschinen und Anlagen entwickelt, unerlässlich. Da ferner in der heutigen Gerätewelt prinzipiell jedes „Device“ internetfähig sein kann, beinhalten die für erfolgreiche Projekte zwangsläufig zu beherrschenden Technologien auch die Nutzung/Programmierung von mobilen Devices, Datenübertragungs-, Cloud- und KI-Diensten.

 

Zu erbringende Leistungen:
Die Seminarthemen werden in Teams bearbeitet. Wesentliche Aufgaben sind:

  • Bearbeitung der inhaltlichen Aspekte anhand wissenschaftlicher Veröffentlichungen, die selbst recher-chiert werden (eigenständige Literaturrecherche).
  • Beschaffung und Verarbeitung von Primär- und Sekundärinformationen zu den Seminarthemen.
  • Anfertigung der Seminararbeit (Hausarbeit, max.20 Seiten ohne Anhang). Die Ausarbeitung erfolgt nach den Vorgaben des Lehrstuhls (siehe Homepage).
  • Präsentation der Ergebnisse. Die Präsentation der Arbeit erfolgt mit PowerPoint. Dabei wird der Vortrag von den Teammitgliedern gemeinsam ausgearbeitet und präsentiert. Die gesamte Präsentationszeit beträgt pro Team 60 min (30 min Präsentation + 30 min Diskussion).
  • Teilnahmevoraussetzung und Vergabe der Seminarplätze:
  • Das Seminar richtet sich an Studierende des Masterstudiengangs BWL sowie an Master-Studierende des Studienkollegs BWL (Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen ET & IT und MaWi sowie Wirtschaftschemie). Die Teilnehmerzahl ist auf max. 30 Studierende begrenzt, wobei 10 Plätze für Studierende des Studienkollegs BWL vorbehalten sind.


− WICHTIG: Die Bearbeitung des Seminars erfolgt in Teams. Die Studierenden können sich einzeln oder als Teams bewerben (Namen und Matrikelnummern). BewerberInnen schreiben sich online in den OLAT-Kurs „Fallstudienseminar zum Gründungs- und Innovationsmanagement“ ein.

  • Für den Fall, dass sich mehr Studierende anmelden als freie Plätze zur Verfügung stehen, erfolgt eine Auswahl der Teilnehmer nach den Kriterien der Prüfungsordnung. Es werden daher folgende Informationen für die Anmeldung im zugehörigen OLAT-Kurs benötigt:
  • Name, Vorname, Matrikelnummer, Email-Adresse
  • Anzahl der Fachsemester im SoSe 19
  • Studienrichtung (BWL, Studienkolleg)
  • Note des Bachelorabschlusses
  • Aktueller Notendurchschnitt des Masterstudiums und Summe der dazugehörigen Creditpoints
  • Erfolgt ein Rücktritt nach dem 26.02.2019 (12 Uhr), wird die Leistung mit 5,0 gewertet.
  • Rückfragen bitte per Email innovation@bwl.uni-kiel.de

 

Termine und Themen
Kick-off Veranstaltung:
25. Februar 2019, 9:00-11:00 Uhr, Schmalenbach Seminarraum
Arbeitstreffen:
11. März 2019, 10:15-11:45 Uhr, Gutenberg-Seminarraum
Arbeitstreffen:
29. April 2019, 10:15-11:45 Uhr, Gutenberg-Seminarraum
Weitere Arbeitstreffen nach Terminvereinbarung im Zentrum für BWL und mit dem Unternehmen.
Abgabetermin der Seminararbeit:
24. Juni 2019, 12:00 Uhr, Sekretariat des Lehrstuhls
Präsentationstermine:
28. Juni 14:15-19:45 Uhr, Schmalenbach-Seminarraum
29. Juni. 10:15-19:45 Uhr, Schmalenbach-Seminarraum

Gez. Prof. Dr. Achim Walter 16.01.2019

Der Link zu dem OLAT-Kurs (zwecks Anmeldung) lautet: https://lms.uni-kiel.de/url/RepositoryEntry/2579824650

 

Die Forschungsseminare thematisieren inhaltlich aktuelle Forschungsthemen des Lehrstuhls. Details zu den aktuellen Forschungsseminaren finden Sie im Univis und im OLAT.

Seminar zu Gründungs- und Innovationsmanagement

Die Bachelorseminare thematisieren inhaltlich aktuelle Forschungsthemen des Lehrstuhls. Details zu den aktuellen Bachelorseminare finden Sie im Univis und im OLAT.

 

Thema im Sommersemester 2018

 

Neue Mobilitätskonzepte wie Carsharing, Connected Cars, autonomes Fahren und elektrische Antriebsysteme verändern die Wertschöpfungskette im Automobilsektor radikal. Diese (R)evolution im automobilen Ökosystem stellen für die Automobilhersteller und insbesondere für die mittelständisch geprägten Distributoren und Service-Center enorme Herausforderungen dar. Die Kerngeschäfte der Vertriebs- und Dienstleistungsstätten werden erschüttert und die bisherigen Geschäftsmodelle sind nicht mehr wettbewerbsfähig. In Konsequenz begeben sich Automotiv-Unternehmen auf die Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten (Entrepreneurial Opportunities).   

Vor dem Hintergrund dieser Problematik sollen die Studierenden Methoden und Konzepte des Gründungs- und Innovationsmanagements anwenden. In Zusammenarbeit mit einem mittelständischen Familienunternehmen im Automobil-Vertrieb werden Lösungsvorschläge von Studierenden erarbeitet. Ziel dieses Bachelorseminars ist das anwendungsorientierte Erlernen einer wissenschaftlichen Arbeitsweise und das Anfertigen einer wissenschaftlichen Arbeit. 

Die genauen Termine werden zeitnah bekannt gegeben (Kickoff vrsl. Ende Februar/Anfang März; Präsentationen Anfang/Mitte Mai; ggf. Zwischenpräsenation.
 
Fragen an: g.jochims@bwl.uni-kiel.de

Seminar zur Bachelorarbeit (nach neuer Prüfungsordnung)

(Zielseite existiert nicht oder ist keine Seite)

Forschungsseminar „Team-Diversität und radikale Inventionen: Eine empirische Analyse“

Allgemeine Informationen

Bewerbungsfrist (Online-Einschreibung im OLAT)
Informationsveranstaltung Donnerstag, 12.04. (14:00-18:00 Uhr, Gutenberg-Seminarraum)
Präsentation (Theorie) und Interviewschulung Freitag, 18.05.18 (09:00 – 18:00 Uhr, Raum folgt)
Abschlusspräsentation Freitag, 29.06.18 (09:00 – 16:00 Uhr, Gutenberg-Seminarraum)
Beginn der Arbeit ab dem 12.04.18
Zu erbringende Leistungen Teilnahme an allen Seminarterminen, Präsentationen, Seminararbeit
Studienfächer Masterstudierende BWL, Wirtschaftschemie, Wirtschaftsinformatik,
Wirtschaftsingenieur, WiWi Profil Handelslehrer
Anrechenbarkeit Spezielle Betriebswirtschaftslehre (2 SWS, 5 LP)

 

Inhalt des Seminars

Neues Wissen aus öffentlichen Forschungseinrichtungen (PROs) dient als Quelle von Wettbewerbsvorteilen für in- und ausländische Unternehmen, da es die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen stimuliert und die unternehmerischen F&E-Ausgaben senken kann. In dieser Hinsicht sind öffentliche Forschungseinrichtungen vielfach Ursprung sog. „breakthrough inventions“, die den Stand der Technik verschieben und neuartige Lösungen für soziale und ökologische Probleme darstellen (z.B. MP3-Technologie aus dem Fraunhofer Institut in Erlangen oder e.GO Elektroautos aus der RWTH Aachen). Doch ohne Identifizierung der Treiber dieser „breakthrough inventions“ kann eine gezielte Förderung nicht gelingen.

Das Forschungsseminar zielt darauf ab, verschiedene Diversitätsdimensionen in Erfinderteams öffentlicher Forschungseinrichtungen zu identifizieren und die im Team entstandenen Inventionen auf ihre Radikalität, ihren technologischen Einfluss und ihre Neuartigkeit zu analysieren. Am Beispiel realer empirischer Daten lernen die TeilnehmerInnen den Umgang mit betriebswissenschaftlichen Erhebungsmethoden und Anwendungen. Ferner werden grundlegende Kenntnisse des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt. Hierdurch sollen die TeilnehmerInnen u.a. effektiv auf ihre Masterarbeit vorbereitet werden. Zudem wird aufgezeigt, wie Abschlussberichte verfasst werden, die auf empirischen Untersuchungen basieren.

Teilnahmevoraussetzung und Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Masterstudierende. Der Teilnehmerkreis ist auf 30 begrenzt. Bei mehr als 30 Anmeldungen wird eine Auswahl nach den Kriterien der Prüfungsordnung getroffen.

Studierende, die später in Industrieunternehmen oder Beratungsgesellschaften mit der Auswertung von Daten betraut sein möchten, lernen hier das Handwerkszeug einer fundierten Datenanalyse. Darüber hinaus bereitet das Seminar auf das Schreiben einer strukturierten und theoriegeleiteten Masterarbeit vor. Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Zwischentermins und einer Abschlussveranstaltung präsentiert und diskutiert.

Leistungsnachweis

Die Teilnehmer können in dieser Veranstaltung einen Leistungsnachweis über ein Forschungsseminar in der SBWL Gründungs- und Innovationsmanagement erwerben. Folgende Leistungen müssen erbracht werden:

  • Aktive Teilnahme an allen Terminen des Seminars
  • Abgabe einer schriftlichen Seminararbeit
  • Präsentation der Ergebnisse in Form zweier Vorträge

 

Zur Beantwortung weiterer formaler Fragen lesen Sie bitte zunächst die Hinweise unter https://www.gruendung.bwl.uni-kiel.de/de/lehre

Vergabe der Seminarplätze

Die Vergabe der Seminarplätze erfolgt über die Einschreibung im OLAT. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 12.04.18 werden Ziele und Inhalt des Seminars erläutern. Während dieser Veranstaltung werden Arbeitsgruppen gebildet.

 

 

 

Kiel, den 18.02.2018

Prof. Dr. Achim Walter